Eine leere Olivenölflasche, ein Marmeladenglas und ein gesprungenes Wasserglas sehen im Abfallkorb ähnlich aus. Für die Sammlung gehören sie dennoch nicht automatisch zusammen. Entscheidend ist zunächst, ob das Glas eine Verpackung war. Danach lohnt sich der Blick auf ein mögliches Pfand und auf die Farbe.

Mit einer kleinen Prüfung beginnen

Das Umweltbundesamt unterscheidet Verpackungsglas von Trinkgläsern, Keramik sowie Fenster- und hitzebeständigem Glas. Nur die geeigneten Glasverpackungen gehören in die öffentlichen Altglascontainer. Pfandflaschen sollten vorher aussortiert und zurückgegeben werden. Für die Sammlung werden Weiß-, Braun- und Grünglas getrennt; andere Farben wie Blau kommen zum Grünglas. Die Hinweise am örtlichen Container bleiben wichtig, etwa für erlaubte Einwurfzeiten.

Stelle zwei unterschiedlich gekennzeichnete Behälter bereit: einen für Rückgaben beim Einkauf und einen für Glas ohne Pfand. So musst du nicht erst am Container feststellen, dass zwischen den Marmeladengläsern noch Mehrwegflaschen stehen. Ein kleiner Zettel mit dem nächsten Einkaufsweg kann bei selten genutzten Rückgabestellen helfen.

Die Sammlung tragbar halten

Glas wird schnell schwer. Wähle deshalb einen Behälter, den du auch gefüllt sicher anheben kannst. Ein riesiger Sack macht das Sortieren zwar zunächst bequem, verschiebt aber die Arbeit auf einen unhandlichen Transport. Eine stabile Kiste mit Griffen lässt sich nach dem Leeren auswischen und erneut verwenden. Stelle sie außerhalb von Laufwegen auf und achte darauf, dass Kinder nicht an beschädigte Behälter gelangen.

Lass Verpackungen nicht mit Resten von Soße oder Getränken stehen. Entleere sie vor dem Sammeln. Für Verschlüsse gilt: Die aktuelle UBA-Verpackungsinformation erlaubt Glasverpackungen auch mit Deckel in der Altglassammlung. Falls du Deckel bereits getrennt hast, sammle diese nach den örtlichen Verpackungsvorgaben. Deckel gehören keinesfalls lose auf oder neben den Container.

Ein Weg, der im Alltag funktioniert

Plane die Abgabe zusammen mit einem ohnehin anstehenden Fußweg oder Einkauf. Packe nur so viel ein, wie du bequem tragen kannst, und lass ausreichend Zeit zum Einwerfen nach Farben. Ist ein Container voll, nimm die Gläser wieder mit oder nutze einen anderen geeigneten Standort. Abgestellte Tüten sind keine geordnete Sammlung.

Nach zwei oder drei Durchläufen lässt sich die Aufbewahrung anpassen. Häufen sich vor allem große Konservengläser, ist eine flache Kiste möglicherweise besser als ein schmaler Eimer. Entsteht dagegen fast ausschließlich Pfandglas, sollte der Rückgabeplatz näher bei den Einkaufstaschen liegen. Eine gute Sortierlösung folgt dem tatsächlichen Haushalt und muss weder groß noch neu gekauft sein.