Wenn im Herbst viel Laub anfällt, muss es nicht vollständig in den bereits gefüllten Küchenkompost passen. Ein eigener Bereich macht die Menge übersichtlicher. Du kannst das neue Laub sammeln, ohne dabei ständig Material umzusetzen, das du schon für eine andere Nutzung vorgesehen hast.

Die Royal Horticultural Society beschreibt Laubkompost als langsam entstehenden Bodenverbesserer. Unterschiedliche Blätter verrotten unterschiedlich schnell; dicke Blätter können eine längere Wartezeit bedeuten. Diese Nutzung lässt sich deshalb besser als längerfristiges Gartenprojekt planen als mit einem festen Fertigstellungstermin.

Einen Behälter wählen, den du auch leeren kannst

Überlege zuerst, wie das Laub ankommt: in einer Schubkarre, einem Gartenkorb oder mit dem Rechen direkt vom Rasen. Die Öffnung des Sammelplatzes sollte dazu passen. Prüfe anschließend den umgekehrten Weg. Ein sehr hoher, fest geschlossener Rahmen kann beim Befüllen bequem sein und bei der späteren Entnahme viel Arbeit machen.

Ein beschrifteter Bereich verhindert, dass die Sammlung im Frühjahr als vermeintlich vergessener Abfall weggeräumt wird. Notiere das Startjahr und halte älteres Material nach Möglichkeit vom neuen Herbstlaub getrennt. Dafür brauchst du kein großes System. Schon eine erkennbare Grenze erleichtert die Entscheidung, welchen Teil du als Nächstes prüfen möchtest.

Vor dem Einfüllen durchs Laub sehen

Sammle Blätter aus einem Bereich, dessen Nutzung du kennst. Entferne Verpackungsreste, Pflanzenetiketten und andere Fremdstoffe, bevor sie zwischen den Blättern verschwinden. Bei der Gartenarbeit übersieht man kleine Gegenstände leicht, besonders wenn Laub von einer Terrasse oder entlang eines häufig genutzten Weges zusammengetragen wird.

Lagere keine Werkzeuge lose im Sammelbehälter. Ein Rechen oder eine Schere kann beim nächsten Nachfüllen unbemerkt verdeckt werden. Gib dem Arbeitsgerät einen eigenen Platz und prüfe vor dem Schließen, ob die Sammlung wirklich nur das vorgesehene Material enthält.

Eine Verwendung vorsehen

Die RHS unterscheidet Anwendungen je nach Zersetzungsgrad. Beurteile deshalb das vorhandene Material vor dem Einsatz und behandle nicht jede Blattmischung automatisch wie fertige Pflanzerde. Lege dir eine kleine Probe bereit, wenn du den Zustand mit einer Gartenberatung besprechen möchtest.

Plane die Entnahme an einem Tag, an dem der Zielbereich zugänglich ist. Bereite Transportbehälter und Werkzeug vor, statt das Material zunächst auf dem Weg zwischenzulagern. Falls sich der Inhalt noch nicht für die geplante Verwendung eignet, ist eine weitere Wartezeit oft die einfachere Entscheidung als eine erzwungene Nutzung. Der getrennte Platz gibt dir genau diesen Spielraum.